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Im Juni 1891 kam Giacomo Puccini zum ersten Mal nach
Torre del lago.
Die
ersten Jahre wohnte er in Miete, dann, nach den Erfolgen von Manon
Lescaut
(1893) und La Bohème (1896), erwab er diese Villa, einen
ehemaligen Wachturm
des grossherzoeglichen Besitzes und liess sie komplett restrukturieren.
Vom
Marquis Ginori Lisci, dem Besitzer des Massaciuccoli-Sees, erhielt er
die
Erlaubnis, einen Teil des Sees vor der Villa aufllzufüllen. Das elegante
Haus, war mit den damals hoechstmoeglichen Standards, wie
Zentralheizung und Telefon, ausgestattet.
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Der Maestro am Klavier
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Puccini lebte in Torre del Lago, da er hier seiner grossen
Leidenschaft, der Jagd, nachgehen konnte; gleichzeitig aber auch die Ruhe hatte, die er
fuer die Schoepfung seiner Werke benoetigte.
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Das Bild “ Der Club la
Boheme” von Ferruccio Pagni
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Hier in Torre del Lago entstand die Mehrzahl seiner Werke:
Manon Lescaut, La
Bohème, Tosca, Madama Butterfly, Fanciulla del West, Rondine, Tabarro,
Suor Angelica, Gianni Schicchi und Turandot.
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Puccini komponierte vor allem Nachts. Er ging oft zum
Jagen, was
ihm die guenstige Lage des Hauses natuerlich besonders erleichterte. Vor
dem
Eingangstor ankerten seine Boote. Der See und der Sumpf waren das
ungestoerte Revier von Puccini und seinen Freunden.
Die Familie Puccini
führte das einfache Leben einer ganz normalen
Durchschnittsfamilie. Im Hause verkehrten Besucher aller sozialen Schichten.
Fischer und Jaeger von Torre del Lago waren staendige Gesellschaft
Puccinis, sowie Maler, die ebenfalls in Torre del Lago wohnten, wie
Ferruccio Pagni, Plinio Nomellini und andere, die den schoenen Badeort
immer wiederbesuchten, wie Leonetto Cappiello und die Brueder
Tommasi. Der Marquis Ginori Lisci, die Grafen della Gherardesca, der Herzog Salviati, die Orlando Familie und der Dichter Giovanni Pascoli zaehlten
ebenfalls zu seinem engsten Freundeskreis.
Im Jahre 1921, verliess Puccini
Torre del lago und zog nach Viareggio, wo er in dem damals neuen Stadtteil ³Marco Polo²
eine neue Villa bauen hatte lassen hatte.
Dort lebte er bis seinem Todesjahr 1924.
Danach liess Antonio Puccini,
sein einziger Sohn, in der Villa in Torre
del Lago eine Kappelle bauen, wo Puccini am 29.11.1926 begraben wurde.
In den folgenden Jahren wurde die Kapelle eine Familiekapelle
verwandelt.
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